Diabetes

Unerkannter Diabetes

Diabetes – auch Blutzucker genannt – ist die Volkskrankheit Nr. 1. In Deutschland gibt es etwa 5,7 Millionen Diabetiker. Schätzungen zufolge ist bei rund 2 Millionen Bundesbürgern die Krankheit noch nicht einmal erkannt. Die Folgeerkrankungen des Diabetes können dramatisch sein, wird die Krankheit zu spät erkannt, schlecht behandelt oder von den Erkrankten nicht ernst genommen (u.a. Schäden am Herzen, an den Augen und an den Nieren).

Prävention von Diabetes

Beugen Sie vor mit einer gesunden Ernährung (zucker- und fettreduziert) und vor allem mit regelmäßiger Bewegung.
Erkennen von Diabetes

Fragen Sie ihren Arzt, ob Sie möglicherweise zu einer Risikogruppe gehören (z.B. Übergewicht, Fettstoffwechselstörung), oder ob Sie schon einmal auf Blutzucker getestet wurden.

Umgang mit Diabetes
Nehmen Sie an einer Diabetesschulung teil. Nur wer gut informiert ist, kann Risiken vermeiden.
Je besser die Einstellung des Blutzuckers, umso geringer die Risiken der Folgeerkrankungen. Deshalb: Lassen Sie ihre Blutzuckerwerte mindestens 1 mal pro Quartal messen (evtl. regelmäßige Selbstmessung).
Sprechen Sie ihren Arzt an auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Nierenschäden.

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Demenz

Demente Menschen haben oft veränderte Verhaltensweisen. Wie sollen pflegende Angehörige reagieren? fragte Hansjörg Schaude vom sozialpsychiatrischen Dienst für alte Menschen (SOFA) in Nürtingen.
Hier die häufigsten Herausforderungen:

"Mein Geldbeutel ist gestohlen worden"
Nehmen Sie Anschuldigungen nicht persönlich.
Lassen Sie sich nicht auf eine Diskussion / Konfrontation ein.
Machen Sie die Lieblingsverstecke ausfindig.
Suchen Sie nicht selbst (sonst heißt es nachher, "das hast du dahin gelegt").
Wenn ihre Beziehung frei von Misstrauen ist, suchen sie den Geldbeutel gemeinsam.
In Fällen von starkem Misstrauen prüfen Sie, ob jemand anderes die Geldangelegenheiten regeln kann.
"Ich will nach Hause"
Gehen Sie auf die Erlebniswelt des Betroffenen ein. Nähern Sie sich seiner Realität.
Finden Sie heraus, warum es für den Betroffenen so wichtig ist, nach Hause zu gehen.
Greifen Sie die Sorge auf, die dahinter steht.
Verweigerungs- oder Ablehnungsverhalten gegenüber Angehörigen oder Pflegepersonen
Erzwingen Sie nichts.
Vermitteln Sie Sicherheit.

SOFA Nürtingen, Tel: 07022/ 78 58 30
Alzheimer Sprechstunde im Gradmannhaus Ruit, Tel: 0711/ 44 20 72

Kinästhetik. Hilfe und Entlastung durch richtige Bewegung

Schon ein Kleinkind nutzt ganz selbstverständlich seine natürlichen Bewegungsressourcen aus, um vom Liegen über verschiedene Drehungen seines Körpers bis zum Sitzen, Krabbeln oder Stehen zu kommen.

Durch Krankheit oder Alter können verschiedene angeborene und erworbene Fähigkeiten vorübergehend oder für immer ausfallen. Dennoch bleiben die Gesetzmäßigkeiten unserer funktionalen Anatomie erhalten. Auch bei schweren Krankheiten gibt es Möglichkeiten, die gesunden Bewegungsanteile zu fördern und auszubauen. Und genau das ist das Ziel der sogenannten Kinästhetik. Kinästhetik ist ein Handlungskonzept, das lehrt, alle Sinne, insbesondere Berührungen und Bewegungen so zu benutzen, dass Patienten all ihre verbliebenen Fähigkeiten einsetzen können, um größtmögliche Selbstständigkeit zu leben. Dabei macht sich der Pflegende die natürlichen Bewegungsabläufe (zum Beispiel beim Aufstehen aus dem Bett) bewusst, nutzt und aktiviert sie bei dem Patienten. So wird unnötiges Heben und Tragen vermieden.

Der Begriff Kinästhetik: Er leitet sich ab von den Worten "Kinesi" = Lehre von der Bewegung und "aethesia" = durch Sinne wahrnehmen.

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